Gutes Bauen als Vereinsziel

Das BauForum versteht gutes Bauen als Beitrag zur Lebensqualität im Kanton Zug. Das BauForum hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, gutes Bauen aktiv zu fördern. Die Mitglieder des BauForums treten für gutes Bauen als bedeutender Teil des Kulturschaffens ein. Voraussetzung dazu ist eine offene und andauernde Auseinandersetzung um gestalterische, technische und wirtschaftliche Qualitäten im Bauwesen. Das BauForum Zug trägt den dazu erfoderlichen kritischen Dialog, ist offen für interdisziplinäre Zusammenarbeit und sucht den Kontakt zur Öffentlichkeit. Das BauForum versteht sich als ein sowohl kritisch agierender wie auch vermittelnder Verein und ist willens, zu Sachfragen fundiert und pointiert auch öffentlich Stellung zu beziehen.

 

 

Was ist ein guter Bau?

Ein Bau, wenn er als guter Bau gelten soll, muss in allen wichtigen Belangen überzeugen: den städtebaulichen, den funktionalen, den konstruktiv-materialmässigen, den technischen, den betrieblichen, den wirtschaftlichen und den baukünstlerischen Anforderungen. Die verantwortungsbewusste Zusammenarbeit von Architekten, Bauingenieuren und Spezialingenieuren ist hierfür Voraussetzung.

Städtebaulich gute Lösungen entstehen, wenn ein Bau die vorgegebenen städtebaulichen Intentionen diszipliniert übernimmt, wenn er aber auch sensitiv in die örtlichen Verhältnisse eingefügt wird. Sein äusserer Ausdruck entspricht seinem Inhalt und vermittelt somit seinen gesellschaftlichen Stellenwert. Der Ausdruck variiert vom zurückhaltend Bescheidenen bis zum Repräsentativen.

Gute Funktionalität finden wir dort, wo alle im Bau vorgesehenen Aktivitäten optimal ermöglicht werden und das Wohlbefinden der Menschen gefördert wird.

Eine materialgerechte und handwerklich einwandfreie Konstruktion dient der Dauerhaftigkeit des Baues. Der beherrschte Einsatz der technischen Möglichkeiten garantiert, dass ein Bau mit minimalem Aufwand optimal funktioniert. Damit werden Ressourcen sparsam verwendet und die Umwelt minimal belastet. Ein vom betrieblichen Standpunkt aus guter Bau soll nicht nur den vorgesehenen Betrieb langfristig ideal ermöglichen, sondern er soll auch so umwandlungsfähig sein, dass er später auch neue Aufgaben übernehmen kann.

Für die Erstellung und den Unterhalt von Bauten, von Hochbauten ebenso wie von Infrastrukturbauten (Strassen, Kanalisationen etc.), werden grosse und wirtschaftlich bedeutende Mittel gebunden. Über die Lebensdauer einer Baute betrachtet werden für Unterhalt und Sanierung mindestens noch einmal so hohe Kosten anfallen wie für deren Erstellung. Aus ökonomischen Gründen ist daher durch kluge Planung der sparsame Einsatz dieser Mittel über eine möglichst lange Lebensdauer anzustreben. Architekt und Spezialingenieure leisten als Planer einen häufig unterschätzten Beitrag an die Gesamtwirtschaftlichkeit einer Baute.

Der baukünstlerische Wert eines Gebäudes ist nicht durch den materiellen Aufwand zu erreichen. Er ist das Resultat einer guten Zusammenarbeit zwischen einem aufgeklärten und motivierten Bauherrn und seinem Architekten. Mit baukünstlerischen Werten leistet jede Epoche einen wesentlichen Beitrag an das besondere, an die spezielle Kultur eines Ortes. Die besondere baukünstlerische Qualität entsteht durch einen über das routinierte Management hinausgehenden Beitrag eines engagierten Architekten und/oder von Spezialingenieuren, welche ihre Fähigkeiten in einem langdauernden Prozess durch Studium und Praxis erworben haben.