Denkmalschutzgesetz Kanton Zug

19.11.2018

Mit Sorge verfolgt das Bauforum Zug die politischen Debatten zur Verschärfung des Denkmalschutzgesetz des Kantons Zug im Kantonsrat. Im Oktober hat der Kantonsrat in erster Lesung darüber beraten. Der Vorstand nahm eine Auslegeordnung der Resultate des Kantonsrats vor.

Die wesentlichen Veränderungen beinhalten die Abschaffung der Denkmalschutzkommission, die Verschärfung der Erfüllungskriterien zur Unterschutzstellung eines Bauwerks sowie neu eine Alterslimite, welche definiert, dass Bauten jünger als 70 Jahre nicht mehr gegen den Willen des Eigentümers unter Denkmalschutz gestellt werden können.

Mit Abschaffung der Denkmalschutzkommission werden neu eigene und externe Fachleute die Objekte beurteilen, damit verzichtet der Regierungsrat auf ein demokratisch breit(er) abgestütztes Gremium.

Mit einer Verschärfung der Erfüllungskriterien sind insbesondere im Kanton Zug infolge der hohen Bautätigkeit mehr Bauten vor dem Abbruch bedroht. Es könnten damit Bauten verschwinden, welche Identitäten im Orts- und Stadtbild stiften. Bei der 70-Jahre-Klausel wird eine ganze Reihe von Bauten seit dem zweiten Weltkrieg stärker unter Druck geraten – es besteht sogar die Gefahr, dass diese Bauten überhastet massiv umgebaut oder abgebrochen werden. Weite Kreise der Bevölkerung empfinden viele Bauten der 1960er und 70er-Jahre zwar als „unschön“. Trotz dieser subjektiven Wahrnehmung sind solche Bauten nun mal typische Zeitzeugen ihrer Zeit. Gelungene Bauten, auch „unschöne“ aus dieser Zeit haben einen sorgfältigen baulichen Umgang verdient. Zahlreiche Bauten aus dieser Zeit sind in unserem Bautenführer dokumentiert.

Der Vorstand des Bauforums Zug ist der Meinung, qualifizierte Architekten sind genug fachkundig, um zusammen mit ihren Bauherren auch für Denkmalschutzbauten gelungene Lösungen erarbeiten zu können. Oftmals kann ein Denkmalschutzobjekt bei der Anwendung der gültigen Bauvorschriften Vorteile bieten.

 

Bericht Zuger Zeitung vom 19.11.2018

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PROJEKT UNTERFELD BAARZUG

15.6.2018

Der letzte Workshop im Reflexionsgremium fand statt. Dabei wurde eine städtebauliche Figur als Basis für einen Bebauungsplan ausgearbeitet. Das Konzept «Verweben» der Grünräume, der Hecken und überlieferten Bachläufe überzeugt uns. Das Bauforum Zug ist der Meinung, die neue Basis benötigt in der Weiterbearbeitung einige städtebauliche und architektonische Präzisierungen. Zur Zeit verfassen wir zu Handen der Gemeinde Baar ein ausführliches Schreiben und werden darin einige wichtige Aspekte für eine gelingende städtebauliche Entwicklung erläutern.

 

18.12.2017

Beim Unterfeld handelt es sich um die letzte noch unbebaute Parzelle zwischen Baar und Zug. Im 2010 wurde ein Studienauftrag durchgeführt, welchen die Arbeitsgemeinschaft HHF Architekten, Basel und Topotek 1 Landschaftsarchitekten, Berlin gewannen. Dieses Projekt wurde im Rahmen einem vierjährigen, koorporativen und gemeindeübergreifenden Planungsprozess in zwei aufeinander abgestimmte Bebauungspläne umgesetzt.

An der Urnenabstimmung vom 12. Februar 2017 wurde der Bebauungsplan vom Souverän abgelehnt.

Die Einwohnergemeinde Baar wählte für eine Nachfolgelösung einen interaktiven Planungsprozess zu welchem unterschiedliche Interessengruppen, Kommissionen, Anrainer sowie Parteien eingeladen sind. Auch das BauForum Zug wirkt in der Workshopgruppe mit. Ein erster Workshop fand im Dezember 2017 statt, ein weiterer folgt im April 2018.

Auf Wunsch der Grundeigentümer erarbeiteten HHF Architekten ein angepasstes Konzept auf Basis des bisherigen Bebauungsplans. Das angepasste Projekt der HHF Architekten und die neue städtebauliche Studie Unterfeld Süd werden im Schlussworkshop gegenübergestellt.

Das BauForum Zug wirkt aktiv an den Workshops mit und setzt sich gemäss den Vereinszielen für eine städte- und landschaftsbauliche Lösung von hohen gestalterischen Qualitäten ein. Wir verfolgen den Prozess aufmerksam und kritisch.

 

Bericht Zuger Zeitung vom 22.8.2018

Bericht Zuger Zeitung vom 18.4.2018

Bericht Zuger Zeitung vom 24.10.2017

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POSTPLATZ ZUG

 

10.6.2018

Die Initiative des Zuger Gewerbeverbands «Ja zu Gewerbe und Läden in der Altstadt!» wurde mit 58%-Ja Stimmen von den Stimmberechtigten der Stadt Zug angenommen. Auf dem oberen Postplatz und im Umfeld starten diesen Sommer die Bauarbeiten der nicht von der Initiative betroffenen Flächen. Auf dem unteren Postplatz bleiben die Parkfelder wie rechts illustriert erhalten. Es wird sich in nächster Zeit zeigen, ob der Erhalt von Parkplätzen der Schlüssel für eine attraktive, lebendige Altstadt ist. Quelle Bild: ZVG Stadt Zug.

 

19.12.2017

Die Ausgangslage zur Neugestaltung des Postplatzes, Zug waren der Bau eines Parkhauses hinter der ehemaligen Hauptpost und ein Studienverfahren mit Landschaftsarchitekturbüros im Jahr 2011 aus welchem Appert Zwahlen Partner AG siegreich hervorgingen. Unterdessen ist die Gewerbeliegenschaft mit dem Parkhaus von Leutwyler Partner Architekten AG realisiert. Das neue Parkhaus bietet neu 100 öffentliche Parkplätze an, im Gegenzug sollen 60 oberirdische Parkplätze um den Postplatz aufgehoben werden. Dieser «Deal» war eine Kernbotschaft der vom Stimmvolk im Jahr 2008 angenommenen Vorlage.

Am 26.9.2017 lehnte der Grosse Gemeinderat Zug den Baukredit zur Sanierung des unteren Postplatzes ab. Der Gewerbeverein Zug lancierte eine städtische Volksinitiative mit dem Ziel, ausser auf dem oberen Postplatz in Abweichung des Bebauungsplans, alle Parkplätze zu erhalten.

Der Postplatz bildet zwischen den markanten kantonalen Bauten und der Kantonalbank sowie am oberen Ende der Hauptpost eine räumliche Einheit. Das BauForum Zug setzt sich dafür ein, den schleichenden Verlust der früheren grosszügigen Stadtraumqualität rückgängig zu und für Menschen (Fussgänger, Kinder, Velofahrer) sowie für temporäre Nutzungen (z.B. Marronistand, Adventsmarkt) zugänglich zu machen. Die Gestaltung des oberen Postplatzes soll universell sein; es braucht keinen umständlich durchgestalteten und aufwändig möblierten Platz.

Das BauForum Zug ermuntert die Stadt Zug den geplanten Weg gemäss dem aktuell öffentlich aufgelegten Projekt «Neue Umgebungsgestaltung des oberen Postplatzes» fortzusetzen.    

Bild: Regine Giesecke

 

Leserbrief Zuger Zeitung vom 20.5.2018

Bericht Zuger Zeitung vom 19.12.2017

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HOCHHAUSREGLEMENT STADT ZUG

26.11.2017

Schweizweit einzigartig, verfügt die Stadt Zug über ein Hochhausreglement. In diesem sind Zonen festgelegt, in welchen als definierte Gebäudehöhen Hochhäuser geplant und realisiert werden können.

Das BauForum Zug begleitete den mehrjährigen Prozess und nahm an der Vernehmlassung teil. Auch wenn das BauForum Zug bei einzelnen Paragrafen des Reglements etwas andere Formulierungen gewünscht hätte, wird das Reglement übergeordnet betrachtet sehr unterstützt. Dank dem Hochhausreglement sind die «Spielregeln» für Bauherren, Investoren und Architekten sowie für die Behörden verbindlich beschrieben und dürften eine höhere Planungssicherheit gewährlisten.

Für das BauForum Zug sind die definierten Zonen, welche Hochhäuser zulassen, bedeutungsvoll. Dadurch wird eine strukturierte städtebauliche Entwicklung entlang Baarer- und Zugerstrasse sowie entlang der Bahngeleiste ab Bahnhof Zug nach Norden eingeleitet. Landschaftlich empfindliche Stadträume z.B. in Seenähe, am Hang und in der Nähe von Naturräumen oder neben Ortsbildschutzzonen werden geschont.

Nach Reglement ist bei der Planung von Hochhäusern eine hohe architektonische Sorgfalt bezüglich den Proportionen, Fassadengestaltung und Vernetzung der untersten Geschosse mit dem (öffentlichen) Aussenraum umschrieben. Die Planung von Hochhäusern bedingen einen Projektwettbewerb und dient als Grundlage zur Ausarbeitung eines Bauprojekts.

 

Bericht Zuger Zeitung vom 7.10.2016

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STADTMODELL ZUG

8.4.2017

Die Stadt Zug besitzt ein eindrückliches Stadtmodell aus Holz im Masssstab 1:500 unterteilt in Module von 90x90cm Abmessungen. Zur Zeit befindet sich das Zuger Stadtmodell im Haus Zentrum an der Zeughausgasse und kommt hauptsächlich dann zum Einsatz, wenn die Stadtbildkommission oder Wettbewerbsjurys über Bauprojekte beraten.

Mit dem bevorstehenden Umzug der Stadtverwaltung in das ehemalige L&G-Verwaltungsgebäude soll sich dies ändern. Neu soll das Stadtmodell am neuen Ort währen den Bürozeiten für alle Interessierte zugänglich und einsehbar werden. Idealerweise soll das Stadtmodell einfach auffindbar in Nähe des Eingangsbereichs liegen.

Für uns ist wichtig, dass neue Bauprojekte, städtebauliche Studien und Siegerprojekten nach Wettbewerben und andere bauliche Entwicklungen im Zuger Stadtbild frühzeitig an diesem Modell dargestellt werden. So kann sich die Bevölkerung ein genaues Bild der geplanten Bauvorhaben machen. Im Unterschied zu Planzeichnungen und Visualisierungen sind massstäbliche Modell für die Bevölkerung einfacher zugänglich und verständlich. 

Dank dem öffentlich zugänglichen Modell kann mit der Bevölkerung über das «Gute Bauen» eine Disukssion auf Augenhöhe geführt und im gegenseitigen Verständnis geführt werden.

Die Stadt Zug nehmen das Anliegen des BauForum Zug positiv auf. Noch kennen die Stadt und das BauForum Zug die konkrete Einrichtung eines öffentlich zugänglichen Stadtmodells nicht. Wir halten weiterhin an unserem Anliegen fest hoffen auf baldige Ansätze einer Lösung.

 

Bericht Zuger Zeitung vom 8.4.2017

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